Woche 21. Time to say Goodbye…

Freitag, 13.06.2014

Die Zeit vergeht so schnell und dadurch, dass Montag, der 2. Juni ein Feiertagwar, ist meine letzte Woche bei Webroot noch schneller vorbeigeflutscht. Um mir am Montag die Zeit und die traurigen Gedanken zu vertreiben, bin ich zum River Fest gegangen und habe mir die alten Schiffe angeschaut. Schon am Mittwoch sind alle Vorbereitungen getroffen, der Koffer ist so gut wie gepackt und bald geht‘s ab nach Hause! Für Donnerstag war wieder mal eine Abschiedsparty, dieses Mal meine, im „Longstones“ geplant.

Am Freitag gab es in der Kantine bei Webroot noch eine Abschiedsrunde. Für die schöne Zeit und die gute Zusammenarbeit haben wir uns gegenseitig bedankt. Dabei gab es eine ausführliche Umarmungs- und Kuschelrunde mit kleinen Geschenken und einer von allen Kollegen unterschriebenen Abschiedskarte.

Nach so langer Zeit hier in Dublin kann ich einfach nicht glauben, dass es nun vorbei ist. Mit schweren Herzen und gemischten Gefühle denke ich daran, dass ich nun „goodbye“ sagen muss.

Aber erstmal genug Trauriges. Ich freue mich, endlich wieder nach Hause zu meiner Familie zu kommen.

Woche 20. Final Countdown

Freitag, 13.06.2014

Diese Woche bin ich ganz alleine für das Wohlergehen unseres Office verantwortlich, Sinead ist im Urlaub und kommt erst nächste Woche wieder.

Am Montag haben wir in Sales Operations einen neuen Praktikanten namens Lucas bekommen. Er ist zwar nett, aber sehr schüchtern. Mir fiel die Aufgabe zu, ihn an die Hand zu nehmen, da er sich nicht traut, Kim auf sich aufmerksam zu machen, wenn er Hilfe braucht. Kim sagte zu mir, „Die arme Sau ist mir jetzt unterstellt. Es tut mir wirklich leid um ihn.“

 

Am selben Abend bin ich mit einer Kollegin aus dem Support zur einer Stand-up-comedy im Tivoli Theater gegangen. Das war eine große Portion von Lachen und gute Laune und nicht zuletzt was Neues über Irischen Humor.

Am Donnerstag hieß es von drei Kollegen aus der Sales- Abteilung Abschied nehmen. Die kleine Abschiedsfeier wurde im „Longstones“ gemacht. Da so schönes Wetter war, setzten wir uns in den Biergarten.

Über den Freitag gibt es nichts Besonderes zu berichten.

Dafür hat uns das Wochenende mit schönem Wetter und Sonnenschein entschädigt. Kim, der mir mit der Zeit ein guter Freund geworden ist, und ich verabredeten uns zu einem Kinobesuch. Ich machte mich, eigentlich auf dem Weg ins Kino, auf die Jagd nach ganz besonders tollen Socken. Kim half mir dabei. Dadurch, weil die Socken schwer zu finden waren und die Suche durstig machte, verzögerte sich der Kinobesuch, weil wir uns noch kurz in einem Pub ausgeruht haben.

Wochen 17 - 19. …und Eis Hockey!!

Dienstag, 03.06.2014

Und wieder auf der Suche nach Personal. Diesmal suchen wir Praktikanten für Marketingabteilung in Sidney. Ich habe eine Anzeige auf Universitätsseite inseriert und gleich am nächsten Tag hatte ich die ersten Bewerber. Da Paola momentan zu viel um die Ohren hat, wurde die Aufgabe den Bewerbern zu interviewen an Sinead und mich delegiert. Wir haben dann einen Fragebogen zusammengestellt, Sinead hat Kandidaten angerufen und ich hab die Notizen gemacht. Wegen der 9-stündigen Zeitdifferenz mit Australien, konnten wir bloß ein paar Anrufe in den Morgenstunden machen. Nach zwei Tagen, am Mittwoch, hat Sineads‘ Stimme aufgegeben und ich musste dann das Sprechen übernehmen *uff* Für so einen Angsthasen wie mich eine richtige Folter. Selbst wenn ich sonst auch Anrufe mache. An den Dubliner Akzent bin ich schon gewöhnt und das sind normalerweise bloß kurze Anrufe an Lieferungsdienste. Na ja, es hieß den Mut sammeln und los! Die ersten zwei Interviews sind noch etwas holprig gewesen, aber dann war ich nicht mehr zu stoppen und übernahm alle nachfolgenden Gespräche.

Mittlerweile startete diesjähriges Eishockey WM. Das konnte ich natürlich auf keinen Fall verpassen und hab mir schon im Voraus alle interessante Spiele vorgemerkt und einen Sportbar ausgesucht, wo man auch Eishockey schauen kann.

Während dieser WM hab ich meine „internationale Erfahrung“ noch etwas erweitert: beim Fiebern für Russland im Spiel gegen USA traf ich Leute aus der Ukraine und Litauen. Bei den anderen Spielen lernte ich Finnen kennen, die die immer vor dem Match alle Sitz- und Stehplätze vor dem Bildschirm reserviert haben und man das Spiel nur gut ansehenkonnte, wenn man sich irgendwie dazwischen stellte. Die sind eigentlich sehr freundlich zu mir gewesen, auch wenn sie wussten - ich unterstütze das gegnerische Team.

Nur während der Finale (RUS-FIN) bevorzugte ich doch etwas Abstand zu den Finnischen Fans zu halten und habe mich der Russisch-Ukrainisch-Lettischen Gruppe angeschlossen. Übrigens, Russland hat gewonnen!

Zwischen den Spielen bin ich ins Kino gegangen – sehr gut für die Sprache :)

Jetzt sind es nur noch 2 Wochen auf der nicht so sehr sonnigen Insel übrig und dann darf ich wieder nach Hause zu meinen Liebsten. Auch wenn ich lange darauf wartete und mich darauf gefreut habe, werde ich Irland, meinen Kollegen (manche von denen sind auch zu meinen Freunde geworden) und die Gasteltern hier sehr vermissen.

Wochen 14 – 16. Der letzte Besuch…

Dienstag, 03.06.2014

Von 17. bis 23. April habe ich wieder Vertretung gemacht, am 18. für zwei Stellen sogar: Facilities und Sales. Bei manchen Aufträgen musste ich Kontakt mit unseren Distributoren und Partnern aufnehmen um Details zu klären, was ein bisschen zu meinen Selbstbewusstsein beigebracht hat. Außerdem habe ich Kollegen an anderen Standorten kennen gelernt.

Das Oster-Wochenende hab ich mit meinen zwei Besucherinnen verbracht. Hat ganz toll Spaß gemacht, euch Mädels wieder zu sehen! Am Samstag haben wir eine Führung in dem Stadtzentrum genommen (Denny’s Welcome Walking Tour http://dennysdublintours.com/ ). Dabei habe auch ich was Neues über Dublin und Dublins Geschichte gelernt. Wir hatten praktisch eine private Führung, da unser Guide Danny noch zwei Trainees dabei hatte und außer uns drei gab keinen anderen Teilnehmer.

   

Nach 2,5 stündigen Spaziergang sind wir noch zum Stephen‘s Green (noch ein Park, direkt im Stadtzentrum) gegangen um das frische Frühlingsgrün zu genießen. Dabei konnten wir natürlich nicht an einem Shopping Center nebenan vorbei gehen ;) Genug gebummelt, machten wir endlich eine Mittagspause am Ufer des Liffey und haben uns in der Sonne geröstet.

     

Etwas später machten wir uns auf den Weg ins St. Ann’s Park zur Wikinger-Veranstaltung, gewidmet der Schlacht von Clontarf vor 1000 Jahren (Battle of Clontarf). Ehrlich gesagthabe ich, etwas erfahren in Re-enactment, viel mehr von dieser Veranstaltung erwartet und war am Ende sehr enttäuscht. Es war mehr wie so ein Art riesen Familienfest, wo es überraschenderweise auch keinen Bier gab :( Wie ich später erfahren habe gibt es nie den Alkohol auf solchen Veranstaltungen in Irland wegen der vielen Familien mit Kindern, die hin gehen. An sich ist die Idee gar nicht so schlecht, finde ich. Man könnte auch in Deutschland so was einführen.

         

Am Sonntag haben wir uns entschieden das Guinness Store House zu besuchen, was sehr gut zu den Wetterbedingungen an dem Tag passte. Es war kühl und es nieselte. In „wahrscheinlich wichtigstem Gebäude Dublins“ haben wir nicht nur erfahren wie das weltberühmte Getränk gebraut wird, sondern auch gelernt wie man Guinness richtig zapft. Am Ende des Workshops haben wir sogar Zertifikate bekommen.

Über das lange Mai-Wochenende habe ich noch einen, den letzten, Besuch abbekommen – die Familie lässt mir keine Chance sie zu vermissen und der Ehegatte hat diesmal auch die Schwiegermutti mitgebracht. Wir haben Galerien und Old Jameson Destilliere besucht und ich hatte Glück, noch einmal auf Howth spazieren zu gehen. Ein tolles Wochenende war es!

Woche 13. Howth und Kino

Dienstag, 03.06.2014

Die Woche ist irgendwie sehr anstrengend ausgefallen. Freundlicherweise haben mich meine Gastmutti und ihre Freundin am Samstag mit zum Spaziergang auf Howth genommen. Howth ist eine Halbinsel auf Nord-Östlichen Seite Dublins. Ein malerisch schönes Plätzchen, ideal für Spaziergänge allein oder in der Gruppe und sehr gut zum Entspannen und vom Alltag abzuschalten.

Howth Howth Howth       

Das Wetter an dem Tag war sehr schön und aus unseren geplanten 1,5 Stunden-Spaziergang sind locker ganze 3 Stunden geworden. Dabei haben wir noch ne Tasse Tee in einem lokalen Café getrunken. Die größte Sehenswürdigkeit hier sind wahrscheinlich die zwei wunderschönen Deutschen Doggen (auch Great Dane genannt) gewesen, die uns ganz liebevoll von der anderen Seite des Zauns beobachtet und auf einen Stückchen Kuchen gewartet haben.

    

Am Sonntag hab ich mich auf dem Weg ins Kino gemacht um eine neue irische Produktion anzusehen. Der Film heißt Calvary (Golgatha), ein typisch irischer Film und sehr gefühlsbewegend. In dem Moment wo man kurz vom Weinen ist, kommt unverzüglich irgendein Witz und es ist dann unmöglich das Lachen zu verkneifen. Der Film startet in Deutschland erst Ende Oktober und ist empfehlenswert, also markiert in euren Kalender.

If everything seems to be going well, you have obviously overlooked something. (Murphys Gesetz)

Mittwoch, 16.04.2014

Hallöchen wieder! Hiermit melde ich, dass ich noch am Leben bin! ;) Wegen der schlechten Internetverbindung zu Hause kann ich leider nicht so oft posten wie ich es möchte, also mach ich es dann so Paketweise über 2-3 Wochen zusammen. Und hier ist schon das erste Paket für euch!

 

Wochen 9 und 10.

Langsam startete ich in die neue, denkt nur mal, schon die neunte Woche! Gedanken an das bevorstehende langen Wochenende, St. Patrick’s Day und Sonnenschein haben ihre Sache getan – Entspannung hat sich in unserem Office breit gemacht. Da verbringt man halt etwas länger in der Kaffeepause, bei Klatsch und Tratsch. Und, wie der Titel schon andeutet, so schön konnte es nicht mehr länger gehen und am Mittwoch, kurz vor der Mittagspause, teilte mir einer der Kollegen mit, dass „Ach ja, ich möchte heute Nachmittag mit dir noch ‘n paar Stunden Training machen. Ich bin die nächsten zwei Tage nicht da und du bist ja meine Vertretung!“. Schön darüber gesprochen zu haben! Auf jeden Fall konnte ich froh sein überhaupt informiert zu werden, wie es sich am nächsten Tag herausstellte. Wegen eines Kommunikationsmangels gab es am Donnerstag ein kleines Chaos. Keiner wusste wer wenn vertritt und warum. Natürlich hatte ich keinen Zugang zu den Bestellungen im Outlook (ich habe die immer nur weitergeleitet bekommen) und einige andere Rechte haben mir auch gefehlt. Lösung haben wir jedoch schnell gefunden und die zwei Tage gut überstanden.

Meine zwei Besucher kamen wie geplant am Samstag. Nach dem wir erstmal hin und her gefahren sind, standen wir am Abend endlich in der Schlange vor der Academy an der Lower Abbey Street und warteten auf das Overkill Konzert *tüdülü*. Ich – ungeduldig, meine Jungs wünschten eher nicht reinkommen zu müssen. Endlich mal was richtiges für meinen sensiblen Öhrchen, denn die Irische traditionale Musik alleine wird mir langsam zu langweilig. An dieser Stelle muss ich sagen, ich bin sehr-sehr stolz auf meinen Männer – so ein Konzert zu überstehen ist ‘ne harte Sache, wenn man Metal sonst überhaupt nicht hört.

Nach dem Konzert haben wir noch ein „Medizin“-Pint getrunken und machten uns brav auf den Heimweg um gut auszuschlafen und die Kräfte für die folgenden Tage zu sammeln.

17 März. St. Patrick’s Day! Ganz Dublin ist verrückt. Es rennen komische Gestalten im Orange, Weiß und Grün rum, mit lustigen Hüten und Hütchen auf. Wir haben uns ja auch hübsch gemacht: die Jungs hatten Käppis mit irischen Harfen auf und ich ein kleines grünes Hütlein.

Zu sagen, dass das Stadtzentrum überfüllt war – wäre untertrieben. Wir haben es vergeblich versucht uns der Parade zu nähern. Die guten Plätze waren schließlich schon um 6 Uhr morgens besetzt. Also haben wir uns ein Pub gesetzt, was noch ein paar freie Plätze hatte und haben dort Rugby geguckt. Übrigens, Rugby ist sehr populär in Irland, Pferderennen genauso. Etwas später haben wir Live-Musik in „the Quays“ genossen.

Am Dienstag nach dem St. Patrick’s Day sah unser Office wie ausgestorben aus. Kein Wunder, wenn man die Irische Freude an Feiern bedenkt. *cheers*

Und wieder war die Woche rum, und wieder hieß es, Abschied von dem Liebsten nehmen. Das weiß wahrscheinlich schon jeder wie es ist, deshalb werde ich auch nichts mehr dazu sagen.

Und mein Motto für das Wochenende war „Rechte Masche, rechte Masche, Umschlag, Überzug…“. Bin wegen einer Erkältung die zwei Tage zu Hause bleiben und habe mir die Zeit beim Stricken vertrieben.

 

Wochen 11 und 12

Da es bei der Arbeit momentan nichts großartig Neues und Interessantes passiert, erzähle ich halt ein bisschen über alles.

Seit Anfang April habe ich zwei neuen Mitbewohner aus Portugal: Artur und Filippo (bin mir nicht sicher wie der Namen geschrieben wird, aber Word ist der Meinung, es ist richtig so). Beide sind 21 Jahre alt und machen ihren Praktikum, genau so wie ich über Leonardo-Da-Vinci-Projekt. Die Jungs sind freundlich und sehr gesprächig. Gestern sind wir alle zusammen, Artur, Filippo, John (eigentlich Juan Jose aus Spanien, der ist ein paar Wochen zuvor zusammen mit einem Mädchen angekommen, sie ist aber schon wieder ausgezogen) und ich, ins nahliegenden Pub gegangen, um uns ein Fußballspiel anzugucken. War ein schöner Abend, wenn man nicht bedenkt, dass die Jungs ab und zu von Englisch zum Portugiesisch oder Spanisch wechselten. Dann habe ich einfach mein Russisch eingesetzt und damit wurde das Problem gelöst, die Jungs haben sich geschämt. So einfach geht das.

Außer meinen Gasteltern und drei anderen Studenten wohnt noch eine Katze im Haus. Wir nennen sie Brownie. Sie hat wahrscheinlich einen anderen Namen, denn kennen wir aber nicht – die Katze gehört eigentlich jemandem anderen. Sie liebt es aber, bei uns zu bleiben. Und wir haben Brownie auch gern.

Bin mir jetzt nicht sicher, ob ich schon darüber erzählt habe… egal! Mein Gasthaus befindet sich in Blanchardstown, ein von dem Stadtzentrum entferntes Bezirk. Es ist so ein Art Stadt in der Stadt: es gibt hier alles von riesigen Einkaufzentren bis zu den Kinos, Café und Pubs. Eigentlich ein schönes Plätzchen, man muss nur die Busfahrtzeiten immer im Auge behalten, weil die Wartezeiten sind manchmal sehr lang. 10 Minuten mit dem Bus entfernt befindet sich die größte geschlossene Parkanlage Europas: Phoenix Park. An diesem Park fand ich Gefallen und gehe jetzt dort regelmäßig spazieren.

Leider habe ich noch keinen Bilder von dem Park, das werde ich in die nächsten Tage nachholen.

Hier mache ich Schluss, ganz abrupt, weil mein Arbeitstag ist schon längst vorbei und ich möchte noch die Sonne genießen, die hier nicht so oft mehrere Tage hintereinander scheint.

Bis zum nächsten mal!

 

Woche 7.

Mittwoch, 19.03.2014

Seit Montag war ich am Recherchieren und Telefonieren. Die  Kollegen in Linz haben uns mitgeteilt, dass sie nicht nur eine vakante Position haben, sondern vier. Über die online-Jobbörsen geht die Personalsuche nur sehr langsam voran. Deshalb haben wir mit Paola entschieden, eine Headhunter-Agentur zu involvieren. Da ich die einzige Person im Office bin, die Deutsch spricht, lag es an mir eine passende Agentur zu finden. Bei der Recherche ist mir aufgefallen – Leute, wir sind in der falschen Branche! Im Durchschnitt bekommen die Headhunter 30 % vom Brutto-Jahreseinkommen für einen vermittelten Mitarbeiter (zum Vergleich, in USA ist es 15 %).

Nach Stunden im Internet und am Telefon, habe ich doch eine Agentur gefunden, die „bloß“ 18 % haben möchte! *Jippie* Der Geschäftsführer spricht sehr gut Englisch, also ist meine Arbeit hier momentan gemacht.

Am Mittwoch hab ich noch die Liste für Security vorbereitet, wer am nächsten Tag noch alles zum Vorstellungsgespräch kommt. Donnerstag, wie erwartet, war sehr anstrengend. Nicht nur für die Interviewer, sondern auch für mich. Die Interviews sind für alle halbe Stunde geplant gewesen, also musste alles zack-zack gehen, ohne Verzögerungen. Die Aufgabe wurde nun dadurch erschwert, dass manche Teilnehmer einfach halbe Stunde oder sogar eine Stunde vor dem Termin schon da standen. Das nennt man Pünktlichkeit! ;) Zwei der Teilnehmer haben dennoch die irische Lässigkeit bestätigt und sind einfach nicht erschienen. Immerhin, am Ende des Tages hatten wir unseren Kandidaten für das Praktikum. Übrig blieb nur, die Absagen zu versenden. Das aber erst am Freitag.

Am frostigen, aber dennoch sonnigen, Samstag habe ich dem Erkundigen des nahliegenden Blanchardstown-Zentrums gewidmet. Nun leider habe ich dort nichts anderes als ein riesiges Einkaufszentrum gefunden. Ein paar Läden habe ich doch besucht und zu meiner großen Freude gibt es dort alles für Bastelbedarf.

Und somit ist die Lücke zwischen den Wochen  4 und 8 geschlossen *tada-a-a!*

Wünsche Euch noch den schönen Rest der Woche. Haltet durch, der Freitag kommt!

Ich freue mich schon total auf Samstag, dann sehe ich meinen Schatz wieder und meinen Rumpel-Kumpel Andi. Der kommt nämlich zusammen mit meinem Mann nach Dublin, um den St. Patick’s Day am 17. März zu feiern.

Woche 6.

Mittwoch, 19.03.2014

Alles im Leben, ob gutes oder schlechtes, ist vergänglich und so musste ich schon am Montag wieder mal Abschied von meinen Mann nehmen. Reichlich die Tränen vergossen, kam ich abends nach Hause um sich beim Skypen mit den Eltern zu trösten.

Seit Dienstag hatte ich aber keine Zeit mehr zum Traurig-sein. Kürzlich hat Paola (HR) eine Anfrage vom Dublin Institute of Technology erhalten, ob wir daran interessiert sind, einen Studenten fürs Betriebspraktikum in die IT-Abteilung zu nehmen. Feierlich wurde mir die Aufgabe erteilt, Korrespondenz mit deren praxisleitenden Dozenten zu führen und anschließend Studenten zum Vorstellungsgespräch einzuladen, sowie Termine im Kalender entsprechend zu buchen (alle zehn Interviews hintereinander an selben Tag, na das wird noch was!).

Da ich bekannter weise anfange zu stottern und manchmal die Wörter vergesse, hab ich mir das Telefonieren leichter gemacht, indem ich den Text aufgeschrieben habe und bei den ersten zwei Anrufen dies einfach vorgelesen habe. Danach ging aber mit dem freien Sprechen wieder.

Es ging auch mit dem SFDC-Training weiter. Mein Tutor Kim hat diesmal extra die komplizierteren Fälle ausgesucht, um mich zu verwirren. Das ist ihm auch gut gelungen, hat aber auch mich weitergebracht. Zum Ende der Woche konnte ich schon selbstständig arbeiten.

Das Wochenende habe ich beim Skypen, Stricken und Mit-Gasteltern-Quatschen verbracht. Aus dem Haus hab ich mich nicht getraut, weil sich das Wetter wieder von der harten Seite zeigte.

5. Woche: Wenn etwas schiefgehen kann, dann wird es auch schiefgehen. (Murphys Gesetz)

Mittwoch, 19.03.2014

Trotzt aller Vorbereitungen ist bei dem 4-tägigem Sales-Training einiges schief gelaufen. Aber der Reihe nach.

Ausnahmeweise musste ich am Montag und Dienstag meinen Arbeitstag schon um 7:30 anstatt 9:00 anfangen. Nun Dank der nicht so guten Busverbindung in frühen Morgenstunden (ja, in Irland ist es undenkbar früh!) durfte ich schon um 7:00 am Arbeitsplatz präsent sein. Ist nicht so schlimm, schließlich ging ich dann um 15:30 nach Hause.

Kurz nach 7 Uhr sind auch die Kollegen aus  Großbritannien eingetroffen, die für das Training eigentlich verantwortlich sind. Mittlerweile habe ich Tee und Kaffee für Training-Teilnehmer schon vorbereitet und musste bloß die Kannen dort hinstellen, wo sich der Frühstücktisch befindet. Ha-ha! Leichter gesagt als getan, da Alexis, eine der beiden britischen Kollegen, ihre Entscheidung noch zwei Mal geändert hatte und ich dann alles brav umstellen musste.

Um drei Viertel acht kam dann die nächste Nummer. Per E-Mail habe ich eine 94-Seitige Präsentation erhalten, die für alle 25 Teilnehmer ausgedruckt werden sollte. Und dabei wurde das Training auf 8:00 Uhr geplant. Da habe ich mich schon gefragt, warum wir den Druckauftrag nicht schon am Freitag bekommen haben? Na ja. Nach 1,5 Stunden, ausgetauschter Tintenpatrone und Abwurfbehälter und gefühlten 100 Papierstaus hatte ich nun 5 Kopien der verfluchten Präsentation anzubieten (der Drucker ist offensichtlich nicht der schnellste und brauchte noch ein paar Minuten zum Aufwärmen nach jedem Stopp). Das waren Momente der Frustration und ein Kulturschock zugleich – wie konnten nur die sonst so peniblen Briten sowas verplanen und verplempern? Irgendwann war es dann vorbei mit all dieser Druckerei und ich konnte endlich aufatmen und zu meinen alltäglichen Aufgaben zurückkehren.

Am Donnerstag haben sich alle sehr gefreut, als das Training vorbei war.

Der lang ersehnte Freitag kam endlich und gleich nach der Arbeit fuhr ich zum Flughafen um meinen so sehr geliebten Ehemann dort zu treffen. Seit Donnerstagabend war ich ganz aufgeregt, weil das Wetter so schlecht war und manche Flüge starteten/landeten mit großen Verspätung. Dieser einer landete aber rechtzeitig.

Für das Wochenende habe ich ein umfangreiches Kulturprogramm geplant; leider haben wir nicht alles geschafft.

Wir besuchten die Jameson Distillery, die Ausstellung des “Book of Kells” und Alte Bibliothek (Old Library) im Trinity-College und die Dublinia. Außerdem haben wir die St. Patick’s Cathedral und Dublin Castle gesehen. Nur reingehen konnten wir nicht, weil wir entweder zu früh oder zu spät kamen. Naja, beim nächsten Mal versuchen wir unser Timing zu verbessern.

Jameson Distillery in Dublin ist eine der zwei weltweitbekannten Jameson-Whiskeybrennereien. Diese in Dublin funktioniert leider nur als Museum. Eintritt kostet satten € 14, mit Studentenrabatt € 10. Am Ende der Führung gibt’s eine Kostprobe von 5-järigen Jameson Whiskey pur oder im Cocktail mit Gingerale. Man hat auch eine Chance an der Degustation teil zu nehmen, dann bekommt man auch einen Zertifikat.

Das Alte Bibliothek im Trinity-College ist einen Besuch wert. Obwohl das Gebäude größten Teils für Besucher unzugänglich ist, und von Bibliothek selbst kann man nur den langen Saal sehen (the long room), verleihen die alten Bücher in der Bücherregale bis zur Decke hoch, Manuskripte und die entlang des Ganges stehende Marmorbüsten der Philosophen, Schriftstellern und Personen, die Trinity-College unterstützten, das Gefühl eine Zeitreise gemacht zu haben.

In Dauerausstellung "Turning Darkness into Light" findet man Das Herzstück der Ausstellung, das Book of Kells - ein kunstvoll illustriertes Buch aus dem Zeitalter der früheren Christentum in Irland.

In Dublinia erfährt man, wie sich Dublin angefangen von Angriffen der Wikinger bis in das Mittelalter entwickelt hat. Das Schöne an dieser Ausstellung ist, dass man alles anfassen, an- und ausprobieren darf.

Zum Glück hat sich das Wetter wieder geändert und meiste Zeit schien die Sonne oder es war wenigstens trocken und wir konnten die Zeit zusammen noch besser genießen.

8. Wenn die Manager nicht da sind…

Freitag, 07.03.2014

 

Heute ist Freitag und es gibt nicht viel zu tun, also nutze ich den Tag um die Berichte nachzuholen, die ich über den letzten Wochen vernachlässigt habe.

Unsere Personalmanager Paola ist seit Montag auf der Geschäftsreise und es gab nur wenig Korrespondenz mit Headhunter-Agentur (die Erklärung dazu kommt später). Wir warten eigentlich bloß auf Zusage seitens der Rechts- und Finanzabteilungen. Also konnte ich mich ein bisschen zurücklehnen und entspannen.

Endlich hat sich das Wetter verbessert und am Donnerstag hatten wir herrliche 15 Grad! Der Frühling kommt also ;) Gleich nach dem Mittag habe ich noch die Möglichkeit genutzt und einen Spaziergang den Liffey entlang unternommen.

Am Abend war der Zauber leider schon vorbei, es hat unangenehm genieselt und es war wieder windig. Außerdem musste ich noch ordentlich Zeit auf der Bushaltestelle verbringen, weil eine der Straßen für einen Protest-Meeting  gesperrt wurde und es gab Stau. Der Heimweg dauerte eine gefühlte Ewigkeit. 

Heute Nachmittag bin ich wieder in Support umgezogen und habe dann am Arbeitsplatz meinen ersten „Kudos“ gefunden. Die werden immer am Ende der Woche auf Grund der Kunden-Feedbacks für vergangene Woche verteilt. Die anderen, weniger offiziellen, Anerkennungen kriege ich von Kim (Kollege in Sales) einfach auf meinen Laptop raufgeklebt. ;)

In 20 Minuten ist der Arbeitstag und somit die Arbeitswoche zu Ende. Hoffentlich bleibt das Wetter auch morgen so schön, sonst muss ich mir irgendwelche Indoor-Aktivitäten ausdenken.

Wünsche Euch schönes Wochenende und verspreche die Berichte über Wochen 5 bis 7 möglichst bald zu posten!

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